Segelscheine in Deutschland
Welcher Segelschein ist sinnvoll und welcher ist für wen erforderlich?
Diese Fragen haben mich immer schon beschäftigt und sind von mir auch bis heute noch nicht abschließend beantwortet. Klar ist für mich, dass eine seglerische Weiterbildung immer sinnvoll ist. Ich weiß aber auch, dass diese aber auch immer kostenintensiv sind und die nötige Ausbildungsstelle nicht unmittelbar in meiner Nachbarschaft auffindbar ist.
Welche Segelscheine gibt es:
1.) Amtliche Scheine:
– Sportbootführerschein Binnen:
Dieser Schein ist verpflichtend, wenn man Segelboote mit Maschinen ab 5 PS auf Binnengewässern bewegen will.
– Sportbootführerschein See:
Dieser Schein ist verpflichtend, wenn man Segelboote mit Maschinen ab 5 PS innerhalb der 3-Meilenzone, also in den Küstengewässern in unmittelbarer Nähe zur Küstenlinie, bewegen will.
Hinweis:
Entfernt man sich weiter als 3 Meilen von der Küste, ist in Deutschland kein Bootsführerschein mehr erforderlich. Fährt man Segelboote mit Maschinen kleiner als 5 PS ist in Deutschland ebenso kein Nachweis erforderlich.
2.) Zusatzqualifikationen:
– Sportküstenschifferschein (SKS)
– Sportseeschifferschein (SSS)
– Sporthochseeschifferschein (SHS)
Ich habe vor ca. 35 Jahren meinen ersten Segelschein gemacht. Das war der Segelschein A mit Motorteil. Wir haben damals sogar die Anfänge der terristrischen Navigation kennengelernt. Darauf habe ich aufgebaut und mich als Autodidakt in der Navigation und Wetterkunde weitergebildet. Irgendwann habe ich den SBF gemacht, da ich vom Ijsselmeer auch mal zur Ostsee und später in die Adria wollte. Es gab bei der Schulung einige Beiträge, durch die alt Erlerntes wieder wach gerüttelt wurde, aber Neues gab es nicht. Da habe ich mich entschlossen, mir den Stoff des SSS und des SHS mir autodidaktisch beizubringen.
Funkscheine in Deutschland:
Ist auf einem Boot eine Funkanlage installiert, muss der Skipper die passende Funklizenz haben.
Die gebräuchlichen Scheine in Deutschland sind das UBI (UKW-Sprechfunkzeugnissen für den Binnenschifffahrtsfunk) und das SRC (UKW-Sprechfunkzeugnissen für den Seefunk, short range certificate). Die beiden UKW-Sprechfunkzeugnisse sind international anerkannt.
1.) Das UBI:
Das UBI ist das Funkzeugnis für die Binnengewässer. Es wird benötigt wenn eine Yacht mit einer UKW-Binnenanlage mit ATIS –Kennung ausgerüstet ist.
2.) Das SRC:
Das SRC ist das Funkzeugnis für die Buitengewässer. Es wird benötigt wenn eine Yacht mit einer UKW-Seefunkanlage mit GMDSS (Global Maritime Distress Safety System) ausgerüstet ist.
Tauchscheine in Deutschland:
Tauchscheine sind nicht amtlich sondern werden von verschiedenen Tauchorganisationen ausgestellt.
Die in Deutschland meist verbreiteste Tauchorganisation ist PADI
Die PADI Open Water Diver Ausbildung ist eine Grundausbildung bei der PADI ein Tauchen im freien Wasser bis 18 m Tiefe erlaubt. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung kann man seine Fähigkeiten z.B. durch einen advanced Open Water Diver Kurs erweitern.
In vielen Gewässern weltweit ist ein freies Tauchen gar nicht mehr erlaubt.
Man kann sich darüber an Tauchbasen vor Ort erkundigen und gegebenenfalls für einen geführten Tauchgang anmelden. Dafür ist dann mind. der OWD und ein aktuelles ärztliches Attest erforderlich.
Ganz wichtig:
Man sollte niemals alleine tauchen, sondern immer einen Tauchpartner mit dem man sich absprechen kann mitnehmen.
Ich halte einen Tauchschein auch für Segler für sehr wichtig um die Grundkenntnisse für den Aufenthalt unter Wasser kennenzulernen. Das kann erforderlich werden um zu prüfen ob der Anker sich richtig eingegraben hat, um den Anker zu befreien, der sich unter einem Felsen verkantet hat oder um seine Schraube von einem Ankernetz zu trennen, das die Schraube blockiert. Hier gibt es sicher noch viele Sachen, die man unter Wasser erledigen kann um sein Schiff verkehrssicher zu halten.


